„Jauchzet, frohlocket“: Mitsänger*innen willkommen

Save the Date! Wer gern in einem Projektchor das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach mitsingen möchte, kann sich jetzt dafür anmelden. In der kommenden Weihnachtszeit wird das Werk in Gottesdiensten in sieben Kirchen aufgeführt – jeweils kommt ein Teil zur Aufführung. „Jauchzet, frohlocket!“ – wie der die Geburt Jesu Christi feiernde Eingangschor heißt das Vorhaben, bei dem sieben Kirchenmusiker*innen aus dem Evangelischen Kirchenkreis An Sieg und Rhein mitwirken – die Idee dazu kommt tatsächlich aus Beuel.

Dieses Jahr ist prädestiniert für so ein Vorhaben, denn der 27. Dezember ist ein Sonntag. Zu Bachs Zeiten war das der dritte Weihnachtsfeiertag, für den hat er die dritte Kantate geschrieben.

Bei uns in Beuel erklingt am zweiten Feiertag die zweite Kantate (bei den Hirten auf dem Felde), und in Holzlar die dritte Kantate an jenem besagten dritten Weihnachtsfeiertag, den es eigentlich nicht mehr gibt. Beide Gottesdienste finden um 17 Uhr statt, was den Charme hat, dass man für Generalprobe und Gottesdienst nicht zwei verschiedene Tage braucht, die startet um 15 Uhr am gleichen Tag.

Die Gesamtleitung für dieses kirchenmusikalische Highlight hat Kreiskantorin Laura Loers übernommen, die sich auf das Projekt mit den Kolleg*innen ausgesprochen freut: „Es bietet die Möglichkeit, stimmungsvoll musikalisch und liturgisch mit Bach in die Weihnachtstage zu gehen.“

„Jauchzet, frohlocket“ gehört für viele Menschen zu Weihnachten wie das Jesusbaby in der Krippe. Bachs Weihnachtsoratorium wurde 1734/35 in Leipzig uraufgeführt. Heute wird es oft in Konzerten vollständig aufgeführt. Doch komponiert hat Bach die sechs Teile für die verschiedenen Festtage von Weihnachten bis Epiphanias. Die Teile wurden in Gottesdiensten als sogenannte Kantaten aufgeführt. Das ist der erwähnte besondere Reiz: mit der Musik und den Texten die Weihnachtszeit erleben.

Die Kantatengottesdienste finden vom 25. Dezember bis 10. Januar statt. Der erste Teil wird am ersten Weihnachtstag in der Troisdorfer Johanneskirche und in der Auferstehungskirche in Siegburg aufgeführt. Die folgenden Teile II bis VI werden in Bonn in Beuel, Holzlar und Oberkassel sowie in Hennef und Bad Honnef erklingen. Zusammen mit der Kreiskantorin übernehmen Hubert Arnold, Maximilian Berzon, Stefanie Ingenhaag, Johannes Merkle, Bettina Ostenrath und Katrin Wissemann die Leitungen.

Wer selbst aktiv werden möchte, ist ab sofort eingeladen, sich einem der Projektchöre in Troisdorf, Siegburg, Bonn, Hennef und Bad Honnef anzuschließen. Die Proben beginnen in der Regel nach den Schulherbstferien; im Einzelnen bestimmen das die jeweiligen Kirchenmusiker*innen, die man ab sofort kontaktieren kann – um sich zu informieren und sich anzumelden. Anmeldungen werden bis spätestens 1. Oktober erbeten.

Proben-, Aufführungs- und Kontaktdaten: www.ekasur.de/weihnachtsoratorium
oder für Beuel direkt bei hubert.arnold@ekir.de, für Holzlar bei bettina@ostenrath.de

Bild: Bartolomé Esteban Murillo: Die Anbetung der Hirten, um 1650 Quelle: Prado-Museum Madrid / Wikimedia Commons

Weihnachtsoratorium zum Mitsingen
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