Güner Hahn LogoDer „Grüne Hahn“ ist

  • ein Umweltmanagementsystem, das speziell für die Anwendung in Kirchengemeinden und Einrichtungen (Verwaltungen, Schulen, Bildungshäuser u.a.) geschaffen wurde.
  • eine Methode, systematisch und kontinuierlich Umweltschutz zu betreiben.
  • ein Umweltmanagementsystem, das die Vorgaben der Öko‑Audit‑Verordnung der EU (EMAS – Eco-Management and Audit-Scheme) erfüllt.

Die Evangelische Kirche im Rheinland setzt sich zum Ziel, die Anwendung des „Grünen Hahn“ in der eigenen Kirche zu verbreiten. Sie unterstützt die Einführung des „Grünen Hahn“ durch Schulungen, Beratungen und Vernetzung. Sie sieht darin einen Aspekt schöpfungsgerechten Handelns. Vor diesem Hintergrund hat sich die Evangelische Kirchengemeinde Beuel für die Einführung des Grünen Hahn entschieden.

Umweltmanagement ist eine Möglichkeit, Umwelt- und Klimaschutz in der eigenen Gemeinde oder Einrichtung umzusetzen. Es ist ein systematischer Weg, die Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung im eigenen Handeln zu verankern.

Mitglieder der Steuerungsgruppe Grüner Hahn

  • Bettina Marx-Elschner (Vorsitzende)
  • Konstanze Bartel
  • Gabi Langmaack
  • Inga Melchior
  • Sascha Palm
  • Fritz Pieper
  • Carsten Schwarz
  • Pfarrer Christian Verwold

Kontakt: gruener-hahn@ev-kirche-beuel.de

 

Erfolgreiche „Grüner Hahn“-Zertifizierung für die Evangelische Kirchengemeinde Beuel

Umweltbericht 2016Als erste evangelische Gemeinde Bonns konnten wir das Zertifizierungsverfahren für das kirchliche Umweltmanagementsystem „Grüner Hahn“ mit der externen Zertifizierung am 19.02.2016 erfolgreich abschließen. Die Vorbereitungszeit war geprägt durch Schulungen, das Erfassen der Verbrauchszahlen der acht berücksichtigten Gebäude und durch die Erstellung eines Umweltprogrammes/-berichtes. Ein Ansichtsexemplar des Umweltberichtes steht in allen Bezirken zur Verfügung und lässt sich über die Gemeindehomepage (Wir sind’s > Grüner Hahn) auch einsehen. Die Zertifikatsübergabe durch den landeskirchlichen Referenten für Umwelt, Klima, Energie, Herrn Richard Brand, erfolgte im Rahmen der FAMILIENKirche am 17.04.2016 in der Nachfolge-Christi-Kirche. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es bei einem Empfang im Gemeindehaus neben Grußworten aus Kirche und Lokalpolitik die Gelegenheit zu Gesprächen.

Nach der Zertifizierung geht es nun darum, konkret zu werden. Im Umweltprogramm wurden in Handlungsfeldern wie z.B. Wärme/Strom, Wasser, Abfall/Recycling und Beschaffung Maßnahmen definiert, die die Steuerungsgruppe „Grüner Hahn“ mit dem Prebyterium in den nächsten vier Jahren bis zur Rezertifizierung umsetzen will. Sie hat sich u.a. zum Ziel gesetzt, bis 2020 (Basis 2012) in ihren Kirchen und Gemeindehäusern 25% der Gas- und Strommengen sowie 20% des Frischwasserverbrauches einzusparen.

Eine der ersten Maßnahmen des Umweltprogramms ist die Umstellung auf die überwiegende Verwendung von Recycling- statt Frischfaserpapier im Gemeindeamt und Gemeindehäusern (Presbyteriumsbeschluss vom 19.04.2016). Wenige Zahlen sprechen in diesem Zusammenhang für sich: Für die Produktion von 3.000 Seiten Frischfaserpapier werden fast ein Zentner Holz sowie die 2,5 fache Menge an Wasser und Energie im Vergleich zur Recyclingpapier-Produktion benötigt, bei der die CO2-Emissionen um fast 20% geringer sind.

Konstanze Bartel
Steuerungsgruppe Grüner Hahn

 

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