Ein Projekt im Rahmen von BTHVN 2020

Samstag, 14. November, 19:30, Nachfolge-Christi-Kirche, Dietrich-Bonhoeffer-Straße, Bonn-Beuel-Süd

Eintritt: 28€ / erm. 20€, VVK nur über o.gridin@yahoo.de möglich

Beeinflusst von Beethovens kompositorischer Art und durch die ästhetische Auseinandersetzung mit einer neuen Vertonung Schillers »An die Freude« auf Arabisch und Deutsch hat es sich der Komponist und Musiktheoretiker Saad Thamir zum Ziel gemacht ein neues Musikgebilde bestehend aus den zwei Musikkulturen zu schaffen. Selten ist in der westlichen Tonalen Musikkultur eine Struktur zu finden, in der dramaturgischer Aufbau, Variationstechnik, Motiventwicklung und vollkommene harmonische Gestalten derart vorkommen, wie bei Beethoven. Anders ist es in der arabischen Musikkultur. Das musikalische Gebilde enthält zwar keine Dramaturgie, Variationen, Harmonien und dergleichen. Dennoch kann die arabische Musik das Absolute erreichen, da die ästhetische Vorstellung auf dem unendlichen Netz der vierzehn Musikgeschlechter beruht, der Tetra- und Pentachorde.

Durch die ästhetische Auseinandersetzung und eine neue Vertonung Schillers »An die Freude« auf Arabisch und Deutsch hat es sich der Komponist und Musiktheoretiker Saad Thamir zum Ziel gemacht ein neues symbiotisches Musikgebilde bestehend aus der arabischen und westlichen Musikkultur zu schaffen.

Die Elemente der beiden ineinander fließenden Musikkulturen werden aber keinesfalls nur nebeneinander stehen und kein Stil wird den anderen dominieren. In einem dramaturgischen Verlauf strickt Thamir ein neues Gewebe.

Praktisch realisiert wird die Komposition von einem westlichen Orchester und arabischen Kammerensemble mit zwei Vokalensembles, jeweils deutsch und arabisch. Da das arabische ästhetische Prinzip am Klarsten in der Kalligraphie erkennbar wird, wird der Konzertabend mit einem Vortrag zur arabischen Kalligraphie eröffnet. An bestimmten Stellen des musikalischen Werkes wird auch der Text von Schillers »An die Freude« auf Arabisch geschrieben. Durch einen Beamer an die Wand projiziert, kann das Publikum die Federführung des Kalligraphen verfolgen.

Besetzung:
Kammerorchester „Ensemble Ruhr“
Westliche und arabische Instrumentalisten und Sänger(innen)
Kalligraph, Shahid Alam

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Ode an die Freude – Ya Farhatan // (Saad Thamir)
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