Herzliche Einladung zur Veranstaltungsreihe Lesefrühstück am 19. März 2018 um 10:00 Uhr im Blauen Haus der Nommensen-Kirche.

Bei Kaffee, Tee, Gebäck und Obst in Ruhe einem Vortrag zuhören und danach in Austausch und Diskussion kommen. Das ist das Konzept unserer Veranstaltungsreihe Lesefrühstück.

Das Thema an diesem Montag: Eindrücke aus Indonesien und Zukunft unserer Partnerschaft
Referenten: Pfarrer Dr. Christoph Melchior und Claudia Curtius (Mitglieder der Delegationsreise im Oktober 2017)

Weitere Informationen: gemeindeheute 1/2018 Seite 30 und 31:

Horas!

Willkommen im Land der Batak! Eindrücke von einer Begegnungsreise nach Nordsumatra

Kuala Namu – Wir sind gut gelandet. Am Flughafen begrüßen uns Pastor Humala Lumbantobing und Pastor Robin Siregar, die uns auf der ganzen Reise begleiten. Erstes Ziel: der Großstadtschungelvon Medan und zwei Gemeinden der GKPI, unserer Partnerkirche. Der kraftvolle Gesang der Gemeinde lässt uns in die Liturgie und vertraute Choralmelodien einstimmen. Der Palast des Sultans, die große Moschee, ein hinduistischer Tempel, kleine Läden und eine Einkaufmall – als Touristen unterwegs.

Auf dem Weg nach Pematang Siantar: Reisfelder, Palmöl-Wälder, Kautschuk-Plantagen. Landgüter und Dörfer. Wir besuchen das Büro der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) und das Blindenheim Yapentra. Chor und Band empfangen uns mit traditioneller Batakmusik. Grußworte, Singen, Gespräche gehören zu jedem Besuch auf der sechzehntägigen Reise in Kirchen, Schulen, Institutionen der GKPI.

Die Kinder im Kinderheim Mamre heißen uns mit Liedern willkommen und freuen sich über Luftballons und Schokolade. Als Zeichen der Verbundenheit und des gemeinsamen Engagements für die Bewahrung der Schöpfung pflanzen wir auf der Wiese zwischen den Häusern einen Baum.

Auf der Insel Samosir im Tobasee begegnen wir der traditionellen Batakkultur. Die GKPI hat uns in ihr Gästehaus am See eingeladen. Im Süden der Insel liegt die schöne PAUD Via Sofia. „Mission“ und „Vision“ dieser Kindertagesstätte zielen auf die Erziehung und Bildung der Kinder im christlichen Geist von Glaube, Hoffnung und Liebe.

In Balige beeindruckt uns die Hochschule der Diakonissen und wir freuen uns über das Wiedersehen mit Marice Sitorus, der früheren Leiterin von Mamre.

Als Pilger auf den Spuren Ludwig Ingwer Nommensens,des Missionars und Apostels der Batak, besuchen wir sein Grab am Südufer des Tobasees und die ersten Orte und Kirchen, an denen er das Evangelium verkündet hat.

Vom „Kreuz der Liebe“ aus schweift unser Blick über das Silindungtal. (Foto: C. Melchior)

Robin Siregar stellt uns ein neues landwirtschaftliches Projekt vor. Eine Kooperative von Ananas- und Orangenbauern in Onan Runggu macht sich auf den Weg, ihre Pflanzen und Bäume auf ökologische Weise mit selbst produziertem Pflanzenschutzmittel zu schützen.

Im Kantor Pusat der Gereja Kristen Protestan Indonesia (GKPI) führen wir als Delegation der Ev. Kirchengemeinde Beuel ein fruchtbares Gespräch mit Bischof Oloan Pasaribu und der Kirchenleitung über Erfahrungen und neue Wege in der über 30jährigen Partnerschaft.

 

Am Abend genießen wir die indonesische Gastfreundschaft im Haus des Bischofs.
Gemeinsam haben wir ein Modell für die Partnerschaft entwickelt. Wir wollen miteinander unter dem Dach der VEM-Gemeinschaft im Gespräch bleiben, einander besuchen und neue Projekte auf den Weg bringen: im Bereich Erziehung und Bildung, auf dem Feld ökologischer Landwirtschaft, in der diakonischen Arbeit mit älteren Menschen.

Mit der GKPI Immanuel in Siantar möchten wir eine Ortsgemeinde in die Partnerschaft einbeziehen.

Ihre Sonntagsschullehrer arbeiten in Mamre; Jugendliche aus dem Kinderheim besuchen in Immanuel den Konfirmandenunterricht. Auch ein Kindergarten gehört zu dem schönen Ensemble von Kirche, Pfarrhaus, Sonntagsschule und einer großen Wiese, auf der zu Gymnastik und Tanz eingeladen wird.

Wir freuen uns über die Treffen mit Florida Sitorus, langjährige Leiterin von Mamre, und Sonya Lumbantobing, in Beuel besser bekannt als Frau Simorangkir, obwohl sie nach indonesischem Namensrecht immer ihren eigenen Familiennamen trug.

Richtig nass werden wir im Regenwald im Nationalpark bei Bukit Lawang, der letzten Station einer erlebnisreichen Reise. Farbenprächtige Blumen und Sträucher, in den Himmel ragende Bäume, Cicaks, Fledermäuse, zwei Fasane, eine Affenherde und eine Orang Utan Mama mit ihrem Zweieinhalbjährigen wollen noch aufs Foto.

Nach einem Abendessen mit Humala und Robin in Medan und einer kurzen Nacht sagen wir am Flughafen

Kuala Namu: Selamat tinggal. Auf Wiedersehn – hoffentlich im Sommer 2019 in Beuel.

Christoph Melchior

Lesefrühstück am 19.3.2018
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